Ursprung des Valentinstages
Der Valentinstag 2012 am 14. Februar hat seinen Ursprung in der Verehrung des Heiligen Valentin. Valentin soll im 3. Jahrhundert Bischof von Interamna (dem heutigen Terni) gewesen sein. Die wundersame Krankenheilung, die er in Rom vollführte, ließ den gesamten Haushalt seines Gastgebers zum Christentum übertreten.
Der zweite Ursprung des Valentinstages ist Valentin von Rom, dem ebenfalls am 14. Februar gedacht wird. Er soll Priester in Rom gewesen sein. Dort schenkte er Blumen an die Trostsuchenden und traute gegen den obrigkeitlichen Willen Liebespaare. Darunter auch Soldaten, was Kaiser Claudius Goticus (268-270) fürchten ließ, dies könnte deren Kampfeswillen erlahmen lassen. Der Kaiser ließ Valentin vor sich bringen. Als sich der Priester dem kaiserlichen Befehl verweigerte, den römischen Göttern zu huldigen, wurde er eingesperrt. In der Haft heilte er die blinde Tochter seines Kerkermeisters, der daraufhin alles Christen in seiner Gewalt freiließ. Deswegen ordnete der Kaiser die Enthauptung des Valentin an. Er wurde nahe Rom an der Via Flaminia bestattet.
Es ist unwahrscheinlich, daß am 14. Februar zwei Heilige namens Valentin das Martyrium erlitten und beide an der Via Flaminia ihr Grab fanden. Zudem ist es bei beiden Figuren schwierig, sie historisch zu greifen. Über ihren Grabstätten wurden schon früh Kirchen errichtet. Die eine nahe Terni, die andere nahe Rom. Doch ist es bei der Valentinsbasilika in der Nähe von Rom auch möglich, daß sie nicht zu Ehren des Heiligen Valentin sondern von einem Stifter namens Valentin errichtet wurde. So ist es denkbar, daß beide Heilige identisch sind. Dafür spricht auch, daß schon früh Verwechslungen der verschiedenen Heiligen des Namens Valentin stattfanden. Insbesondere mit Valentin von Rätien (Gedenktag 07.01.), der bei Fallsucht (Epilepsie) angerufen wird. Sollte am 14. Februar nur ein Heiliger das Martyrium erlitten haben, dann wäre eher Bischof Valentin von Terni als realer Ursprung des Valentinstages anzusehen.
Zur heutigen Bedeutung des Valentinstages als Tag der Liebenden passt zwar besser die Lebensgeschichte des Valentin von Rom mit seinen Blumengeschenken und Trauungen; doch scheint es sich dabei um spätere Ausschmückungen zu handeln. Anfänglich hatten beide Heilige nichts mit Liebe zu tun. Der Ursprung der Bräuche zum Valentinstag kann allerdings auch im alten Rom gesucht werden. In der Mitte des Februar wurden dort Feste zu Ehren der Göttin Juno gefeiert. Als Gattin des Zeus galt sie als Beschützerin von Ehe und Familie. Im Zuge dieser Feierlichkeiten wurden auch Frauen mit Blumen beschenkt. Eine derartige Überformung von heidnischen Bräuchen durch das Christentum kam öfter vor.


